Welche Küchenwerkzeuge brauche ich wirklich?

Wer aufmerksam in den wöchentlich erscheinenden Prospekten der verschiedenen Discounter herumblättert oder sich im Internet umschaut, wird feststellen, dass es eine unfassbar große Anzahl an verschiedenen Küchenwerkzeugen gibt: Messer in allen möglichen und unmöglichen Längen, aus Stahl oder Keramik, Schneidebretter aus Kunststoff, verschiedenen Holzarten oder sogar Stein, Behälter in rund, eckig, oval, mit Deckel und ohne Deckel, aus Metall oder Kunststoff, …

Ich bin der Meinung, man braucht nicht viel, sondern nur das richtige Equipment.

Fangen wir mal beim Messer an:

Hauptsächlich nutze ich zwei Messer aus dem Hause DICK. Die Firma „Friedr. Dick“ fertigt Messer seit 1778 und ist seitdem im Familienbesitz. Der Klingenstahl ist zusammengesetzt Chrom, Molybdän und Kohlenstoff, was sowohl hohe Verschleißfestigkeit als auch Korrosionsbeständigkeit und Festigkeit garantiert.

Zum einen ist es das Dick Kochmesser mit einer Klingenlänge von 15cm.

Damit habe ich bislang von Zwiebeln über Kartoffeln und Schinken bis hin zu Kassler und Spareribs alles gut schneiden können.

Dazu besitze ich noch ein schönes Modell mit Kullenschliff. Es eignet sich auch für dünn geschnittenes Gemüse, da die Gemüsescheiben durch die Kullen nicht am Messer kleben bleiben, sondern davon abfallen.

Wer es kleiner mag, sollte sich das zur Serie passende Officemesser anschauen.

Als Unterlage zum Schneiden nutze ich ein großes Bambusbrett.

Bambus besitzt einen relativ hohen Natursäuregehalt, was sich antibakteriell auswirkt. Großer Vorteil gegenüber Schneidebrettern aus anderen Materielien: Wenn die Messerklinge auf Bambus schneidet, wird sie nicht stumpf. Glas oder gar Granit können Klingen im Nu stumpf werden lassen.
Die Reinigung eines Bambusbrettes ist einfach: Nach der Benutzung schnell mit einem Lappen die groben Lebensmittelreste entfernen, mit Wasser abspülen, abtrocknen. Fertig.

TIPP: Nach dem Abtrocken kann man das Brett noch mit etwas hochwertigem Olivenöl (zum Beispiel Jordan Olivenöl) einreiben. Dann behält es seinen Glanz und wird etwas „imprägniert“.

Zum Marinieren von Fleisch und auch generell zum Aufbewahren von Lebensmitteln habe ich mir GN-Edelstahlbehälter in verschiedenen Größen besorgt.

Sie lassen sich (gleiche Maße vorausgesetzt) gut zum Verstauen im Schrank ineinanderstapeln und die Deckel sind untereinander austauschbar. Da sie rein aus Edelstahl gefertigt sind, sind sie rostfrei, sehr hygienisch, und man kann sie ruhigen Gewissens im Geschirrpüler reinigen. Sind doch mal hartnäckige Verschmutzungen vorhanden, können problemlos kochendes Wasser oder sogar ein Topfreiniger verwendet werden.

Um das fertige Essen aus dem Topf heben zu können, brauchen wir entweder eine Kelle, einen Schöpflöffel, einen Bratenwender oder eine kleine Schaufel. Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, keine zu harten Materialien wie Stahl zu verwenden, um den Steinofentopf (den Einsatz im Crockpot) nicht zu beschädigen. Es gibt auch hier sehr schöne Pfannenwender, Kellen und Schöpflöffel aus Kunststoffen oder auch aus Holz, die für den Crockpot sehr materialschonen sind. Die Artikel aus Holz dürfen jedoch zur Reinigung nicht in den Geschirrspüler gegeben werden!

Um Gewichtsangaben nicht schätzen zu müssen, sollte eine gute Waage in der Küche nicht fehlen. Hier ist darauf zu achten, dass die Waage eine grammgenaue Teilung (d.h. es werden einzelne Gramm angezeigt und nicht bloß in 10g-Schritten gewogen), sowie eine möglichst hohe Traglast hast. Niemandem ist beim Vorbereiten eines Gerichtes für mehr als 2 Personen damit geholfen, wenn die Waage nur max. 2kg wiegen kann. Es gibt beispielsweise von Soehnle gute Exemplare, die nicht nur toll aussehen, sondern technisch auf dem neuesten Stand und dazu noch günstig sind.